
China ist zum weltweit größten Produzenten von Transformatoren geworden, dessen Produktionskapazität etwa 60 % der globalen Gesamtmenge ausmacht, und hat eine vollständig integrierte und autarke industrielle Kette für die Transformatorenherstellung aufgebaut – von Rohmineralien bis hin zu fertigen Endprodukten.
Das vorgelagerte Segment der Transformatorenindustrie besteht aus Rohmaterialien, darunter Stahl, kornorientiertes Elektroband, Nichteisenmetalle, Magnetdrähte, Isoliermaterialien und Tränkungsmaterialien. China ist der weltweit größte Produzent von Kupfer und Stahl, was eine stabile Versorgung mit Schlüsselmaterialien wie kornorientiertem Elektroband, Kupferleitern und Isolierpapier ermöglicht. Im Jahr 2024 betrug die chinesische Stahlproduktion etwa 1,399 Milliarden Tonnen, und die Produktion von kornorientiertem Elektroband erreichte rund 3 Millionen Tonnen; für 2025 wird eine Produktion von 3,35 Millionen Tonnen prognostiziert. Dank seiner gut entwickelten Industriekette erreicht die chinesische Transformatorenindustrie bei wichtigen vorgelagerten Rohmaterialien wie Kupfer und kornorientiertem Elektroband einen Selbstversorgungsgrad von über 90 %. Auf dieser Grundlage haben chinesische Hersteller einen Lieferzyklus von nur 10 bis 12 Monaten, der bei Eilaufträgen auf 8 Monate verkürzt werden kann, deutlich schneller als die 18 Monate bis 2 Jahre, die für europäische und amerikanische Hersteller typisch sind.
Das mittlere Segment der Industrie besteht aus verschiedenen Transformatortypen, darunter Leistungstransformatoren, Verteilungstransformatoren, Spezialtransformatoren und Messwandler. Im Jahr 2024 wird die gesamte Transformatorenproduktion Chinas voraussichtlich 19,5 Billionen Voltampere erreichen, ein Anstieg von 11 % im Vergleich zum Vorjahr; für 2025 wird eine Produktion von nahezu 20 Billionen Voltampere prognostiziert. Im Hinblick auf die Exporte erreichte der chinesische Transformatorenexportwert im Jahr 2025 64,6 Milliarden RMB, ein Anstieg von fast 36 % gegenüber 2024. Der durchschnittliche Exportpreis pro Transformator stieg im Jahr 2025 auf 205.000 RMB, etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Auftragsstruktur verschiebt sich deutlich hin zu hochwertigen, hochpreisigen Produkten wie großen Leistungstransformatoren für Ultrahochspannungs-Übertragungsprojekte und neu entwickelten Produkten, die speziell auf Rechenzentren für künstliche Intelligenz zugeschnitten sind.
Was die börsennotierten Unternehmen auf dem A-Aktienmarkt betrifft, so hat die Provinz Guangdong die meisten Unternehmen (10), gefolgt von der Provinz Jiangsu (6 Unternehmen), während die Provinzen Shandong und Zhejiang jeweils 5 Unternehmen haben. Angetrieben durch die weltweit steigende Nachfrage aus der KI-Computing-Infrastruktur, der Energiewende und der Modernisierung der Stromnetze arbeiten viele inländische Transformatorenfabriken an ihrer Kapazitätsgrenze, und einige Aufträge für Rechenzentrumsanwendungen sind bereits bis 2027 verplant. Als Reaktion auf den Auftragsboom verstärken die Transformatorenunternehmen die Zusammenarbeit mit vor- und nachgelagerten Partnern: vorgelagert gehen sie langfristige, stabile Kooperationen mit Lieferanten von Siliziumstahl und Kupfermaterialien ein, um Versorgungsstabilität und Kostenkontrolle zu gewährleisten; nachgelagert bilden sie tiefe Partnerschaften mit Stromnetzbetreibern, Rechenzentrumsbetreibern und Entwicklern von Projekten für erneuerbare Energien, um sich Aufträge im Voraus zu sichern und gezielte F&E eng am Marktbedarf auszurichten.
Zu den nachgelagerten Anwendungen der Industrie gehören Stromnetze, Schienenverkehr, Windkraft, Solarenergie, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und die industrielle Fertigung. Im Jahr 2024 erreichte der gesamte gesellschaftliche Stromverbrauch 98.521 Milliarden kWh, ein Anstieg von 6,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Die neu installierte Windkraftkapazität in China erreichte im Jahr 2024 86,99 Millionen Kilowatt. Bis Ende 2024 erreichte die Anzahl der öffentlichen Ladestationen landesweit 3,579 Millionen.
Darüber hinaus treibt der weltweite Bauboom der KI-Computing-Infrastruktur (Rechenzentren) ein explosionsartiges Nachfragewachstum voran. Die Anforderung an eine hochleistungsfähige und hochstabile Stromversorgung macht Transformatoren zu einer Kernkomponente der Computing-Infrastruktur und schafft einen bedeutenden zusätzlichen Markt.
Die Industrie entwickelt sich auch in Richtung Energieeffizienz (z. B. dreidimensional gewickelte Kerntransformatoren, die Leerlaufverluste reduzieren), Umweltfreundlichkeit (z. B. Transformatoren mit natürlichem Ester-Isolieröl) und Intelligenz (z. B. integrierte Online-Überwachung und KI-basierte Diagnostik).


